»Notausgang« ­– Eine Doku­men­ta­tion über prak­tizier­te Suizid­beihilfe am 8. Mai 2014 in der Urania

»Notausgang« ­– Eine Doku­men­ta­tion über prak­tizier­te Suizid­beihilfe am 8. Mai 2014 in der Urania

Humanistischer Verband Deutschlands fordert umfassende Aus­ein­ander­setzung im Parlament und unterstützt eine gesellschaftliche Debatte zur Gesetzgebung zur Suizid- und Sterbehilfe

Laut Fraktionsklausur der CDU und der SPD vom 29. April 2014 liegt jetzt ein Fahrplan für die Gesetzgebung vor. Danach ist bis zum 3. Quartal 2015 vorgesehen, »in diesen schwierigen Fragen des Lebens zu Lösungen zu kommen.« Fundierte Beiträge dazu leistet der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) zum Beispiel mit der Dokumentation »Notausgang« über praktizierte Suizidbeihilfe, die am 8. Mai 19:30 Uhr in der Urania-Berlin, An der Urania 17, in Kooperation mit dem HVD gezeigt wird:

»In über 90 Jahren Erdendasein durften wir 59 Jahre gemeinsam durch das Leben gehen. Jetzt haben wir beschlossen, auch den letzten Schritt gemeinsam zu tun. Wir werden am 15. Januar in die Schweiz fahren, um dort den Freitod zu finden. Wir danken Euch für die schönen gemeinsamen Stunden und grüßen Euch ein letztes Mal.« So schrieb das Ehepaar K., das über viele Jahre sich verschlechternde chronische, multimorbide Erkrankungen hatte, aus seinem Pflegeheim an Freunde im Abschiedsbrief.

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit der Schweizer Palliativärztin und Sterbehelferin Dr. Erika Preisig statt. Weiterhin diskutieren mit dem Regisseur Andreas von Hören: der Psychiater und Sterbehelfer Dr. Johann Spittler, der MS-Patienten Stefan Daniel und die Referentin Lebenshilfe im HVD Gita Neumann.

»Wir streben eine Diskussion darüber an, welchen Umgang mit Menschen am Lebensende wir hierzulande haben wollen und welche Grundwerten von Verantwortung und Selbstbestimmung zu verteidigen sind« sagt Gita Neumann vom HVD. »Wir erwarten neue Impulse fernab der altbekannten Kontroversen«, kündigt Frau Neumann an.